Mittwoch, 26. Februar 2014

Gemälde zeigt Steinbrucharbeit in den Königshainer Bergen

Fundstück der Woche am 24.10.2012

„Königshainer Steinbruch“ betitelte Günter Hain das etwa 36 x 45 cm große Gemälde, dass in der Dauerausstellung des Granitabbaumuseum Königshainer Berge hängt. Es entstand 1949 im Thadenbruch und zeigt Steinarbeiter beim Transport von Steinen aus dem Steinbruch. Es ist genau jener Moment dargestellt, in dem die Kette an der Laufkatze des Kabelkranes in Position gebracht wird, um einen Granitbrocken anzuhängen. In der rechten oberen Ecke ist ein Kranhaus zu erkennen. Im Steinbruch selbst sind andere Arbeiter mit Pressluftbohrern beschäftigt. Aufgrund von charakteristischen Eigenarten des Steinbruchs ist er genau zu bestimmen.

Günter Hain fertigte das Gemälde, das in Öl ausgeführt ist, nicht direkt im Steinbruch an, sondern verwertete dafür Skizzen, die direkt im Steinbruch entstanden sein dürften. So sind auch weitere Skizzen von ihm bekannt, die in anderen Steinbrüchen in Königshain entstanden sind und verschiedene Arbeiter zeigen, wie beispielsweise eine Winkerin. Diese war enorm wichtig für den Kranbetrieb, denn sie gab dem Kranführer – ähnlich wie ein Fluglotse – Anweisungen und Hinweise, die ihm die Arbeit erleichterten.

Das Gemälde „Königshainer Steinbruch“ ist nur eines von vielen interessanten Objekten in der Dauerausstellung des Granitabbaumuseums Königshainer Berge. Die Mitarbeiter des Granitabbaumuseums Königshainer Berge freuen sich auch über die Eintragungen im Gästebuch: „Viele Kindheitserinnerungen an die Arbeit meines Opas […] werden wach. Danke dafür“, „Wir haben durch Zufall dieses beeindruckende Museum entdeckt und sind froh, es kennengelernt zu haben…“ oder auch „Ohne solche Ausstellungen werden Berufe und Landschaften vergessen. Vor meiner Abreise hierher hatte ich beschlossen, meine Terrasse von ihren alten Waschbetonplatten zu „befreien“ und pflastern zu lassen. So etwas sieht man nach diesem Film nochmal mit anderen Augen. Erstaunlich scheint uns heute die Zufriedenheit der Zeitzeugen. Vielen Dank für die Zusammenstellung.“