Sonderausstellung “Momentaufnahmen”

Sonderausstellung Momentaufnahmen

im Granitabbaumuseum Königshainer Berge, 19.04. - 31.10.2015

Rund 140 Jahre lang prägte der industrielle Abbau von Granit das Leben eines Teils der Bevölkerung der Dörfer der Königshainer Berge. Bildliche Aufnahmen vom Leben und Arbeiten der Steinarbeiter sind nur unzureichend überliefert. Umso mehr stellte sich eine Schenkung im Jahr 2014 als Glücksfall heraus.

Die im Granitabbaumuseum Königshainer Berge gezeigten Fotografien stammen von Herbert Altus, der als Zimmermann beim VEB Arnsdorfer Granitwerke, Werk Königshain beschäftigt war. Herbert Altus nahm in Abständen seine Kamera mit in den Steinbruch und fotografierte auch nach Feierabend und am Wochenende. Damit dokumentierte er nicht nur das Aussehen der Steinbrüche während der Abbautätigkeit, sondern auch den Arbeitsalltag der Steinarbeiter.

Eine Auswahl seiner Fotografien, die überwiegend als Dia-Positive vorliegen, ist nun erstmals öffentlich zusehen. Sie stammen alle aus der Zeit zwischen 1960 und 1970.


Öffnungszeiten Granitabbaumuseum Königshainer Berge

Das Granitabbaumuseum Königshainer Berge bleibt bis auf weiteres aus betrieblichen Gründen geschlossen.

Führungen und museumspädagogische Projekte können nach Voranmeldung stattfinden!


Sonderausstellung “Auf dem Lande – Landwirtschaft auf Postkarten”

Sonderausstellung Landwirtschaft

im Dorfmuseum Markersdorf, 05.04. – 08.11.2015

Dekorative Postkarten mit landwirtschaftlichen Motiven aus der Sammlung H. Kreisch bilden den Rahmen dieser Sonderausstellung. Gemeinsam mit den dargestellten Originalobjekten aus dem Bestand des Dorfmuseums Markersdorf werfen sie einen Blick auf die künstlerische Seite der Landwirtschaft.

Zur Sonderausstellung ist eine Begleitbroschüre erschienen.


Die Region Oberlausitz-Niederschlesien

Die Oberlausitz liegt im Osten des Freistaates Sachsen. Zwischen den Flüssen Pulsnitz und der Lausitzer Neiße erstreckt sich eine interessante Kulturlandschaft, die mit uralten Städten und einem einmaligen Naturerlebnis jeden Besucher sofort in ihren Bann schlägt.

Während im Süden die Bergwelt des Zittauer und Lausitzer Gebirges zum Wandern einlädt, lässt sich das nördlich angrenzende Heide- und Teichgebiet am Besten mit dem Fahrrad erkunden. Ein sehr gut ausgebautes Wander- und Radwegenetz ist der Garant für erlebnisreiche Unternehmungen.

Freunde der Architektur kommen in den oberlausitzer Städten auf ihre Kosten. Von der Gotik bis zum modernen Bauen sind alle Stilepochen in reichem Maße vertreten. Zahlreiche Einflüsse aus Schlesien, Sachsen, Böhmen und Preußen haben hier ihre Spuren hinterlassen und gaben den städtebaulichen Ensembles ihr unverwechselbares Profil.

Historisch betrachtet stellte die Oberlausitz über viele Jahrhunderte einen Sonderfall innerhalb des Deutschen Reiches dar. Durch ihre häufig wechselnde Zugehörigkeit zu den sie umgebenden Territorialgewalten entwickelte sie sich zu einer "Ständerepublik", die weitgehende Befugnisse zur Gestaltung einer eigenständigen Politik besaß. Weder unter den branden-
burgischen Markgrafen, den böhmischen Königen oder den sächsischen Kurfürsten musste diese Sonderrolle aufgegeben werden.

Einen folgenschweren Eingriff in die Entwicklung der Oberlausitz stellte Teilung des Landes auf Grund der Beschlüsse des Wiener Kongresses im Jahr 1815 dar. Sachsen hatte auf Seite Napoleons gekämpft und musste als Kriegsverlierer große Teile seines Territoriums an Preußen abtreten. So auch den nördlichen Teil der Oberlausitz, der dem niederschlesischen Regierungsbezirk Liegnitz zugeordnet wurde.

Nach 1945 wurden die beiden Landesteile wieder vereinigt, jedoch kam der östlich gelegene Teil durch die neue Grenzziehung an Oder und Neiße zu Polen.
Die 135 Jahre währende Zugehörigkeit der preußischen Oberlausitz zu Niederschlesien und die Tatsache, dass sich nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/46 zahlreiche Schlesier hier niederließen, fand in der Namensbildung der Region als Oberlausitz- Niederschlesien ihren Niederschlag.


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