Münzausstellung im Schloss Krobnitz

1000 JAHRE GELDGESCHICHTE DER OBERLAUSITZ

30.08.- 05.10.2014

Als vor etwa 1000 Jahren die in der Oberlausitz siedelnden slawischen Stämme von den deutschen Königen und Kaisern bedrängt und schließlich tributpflichtig wurden, machten sich Zahlungsmittel notwendig. Silberschmuck und fremdländische Münzen wurden einfach zerkleinert und nach Bedarf und Gewicht als Geld genutzt. Zahlreiche Hacksilberfunde in der Oberlausitz künden von dieser Praxis – sie sind der Beginn der Oberlausitzer Geldgeschichte.

(weiterlesen …)

Sonderausstellung

"Mein besonderes Buch"

Ackerbürgermuseum Reichenbach, 12.04.- 31.08.2014

Reichenbacher Bücherfreunde stellen ihre besonderen Bücher vor.

Bücherfreunde äußern sich:

Was macht dieses Buch für mich zu etwas Außergewöhnlichem, Unverzichtbarem?

Dazu Herrmann Hesse


"Es gibt keine tausendoder hundert beste Bücher, es gibt für jeden einzelnen Menschen eine besondere Auswahl dessen, was ihm verwandt und verständlich, lieb und wertvoll ist"

und

"Man muss seine Bücher als Freunde und Lieblinge behandeln, jedes in seiner Eigenart schätzen und nichts von ihm verlangen, was dieser Eigenart fremd ist."

Sonderausstellung

„Das Wünschelruten-Phänomen“,

Dorfmuseum Markersdorf, 20.04. – 21.09.2014

Was sind Wünschelruten überhaupt? Gehören sie eher in den Bereich der Mythen oder ist ihr Gebrauch doch Realität? Was beeinflusst ihren Gebrauch?

Wie benutzt man eigentlich eine Wünschelrute? Diese und viele weitere Fragen werden in der Sonderausstellung geklärt. Sie wurde von dem Physiker Dr. H.-D. Langer aus Niederwiesa bei Chemnitz erarbeitet.


Die Truhe des Grafen von Roon

Schloss Krobnitz bei Reichenbach hat sich seit dem Abschluss der Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2005 zu einer festen Größe im kulturellen Angebot des Landkreises entwickelt.

Allein im Jahr 2013 besuchten mehr als 11.500 Gäste die angebotenen Ausstellungen und Veranstaltungen. So oft bei vielen Besucher die Begeisterung über das schöne Ambiente von Schloss und Park zum Ausdruck kommt, so oft wird auch die Frage nach dem Verbleib des einstigen Interieurs des Hauses gestellt. Zumeist macht sich Bedauern breit, wenn dann bei einer Führung vom nahezu vollständigen Verlust der Inneneinrichtung berichtet wird.

Nun kann jedoch zumindest auf ein weiteres Objekt verwiesen werden, dass aus dem Besitz des Kriegs- und Marineministers Albrecht Graf von Roon (1803-1876) stammt und die Stürme der Zeit überdauert hat.

(weiterlesen …)


Die Region Oberlausitz-Niederschlesien

Die Oberlausitz liegt im Osten des Freistaates Sachsen. Zwischen den Flüssen Pulsnitz und der Lausitzer Neiße erstreckt sich eine interessante Kulturlandschaft, die mit uralten Städten und einem einmaligen Naturerlebnis jeden Besucher sofort in ihren Bann schlägt.

Während im Süden die Bergwelt des Zittauer und Lausitzer Gebirges zum Wandern einlädt, lässt sich das nördlich angrenzende Heide- und Teichgebiet am Besten mit dem Fahrrad erkunden. Ein sehr gut ausgebautes Wander- und Radwegenetz ist der Garant für erlebnisreiche Unternehmungen.

Freunde der Architektur kommen in den oberlausitzer Städten auf ihre Kosten. Von der Gotik bis zum modernen Bauen sind alle Stilepochen in reichem Maße vertreten. Zahlreiche Einflüsse aus Schlesien, Sachsen, Böhmen und Preußen haben hier ihre Spuren hinterlassen und gaben den städtebaulichen Ensembles ihr unverwechselbares Profil.

Historisch betrachtet stellte die Oberlausitz über viele Jahrhunderte einen Sonderfall innerhalb des Deutschen Reiches dar. Durch ihre häufig wechselnde Zugehörigkeit zu den sie umgebenden Territorialgewalten entwickelte sie sich zu einer "Ständerepublik", die weitgehende Befugnisse zur Gestaltung einer eigenständigen Politik besaß. Weder unter den branden-
burgischen Markgrafen, den böhmischen Königen oder den sächsischen Kurfürsten musste diese Sonderrolle aufgegeben werden.

Einen folgenschweren Eingriff in die Entwicklung der Oberlausitz stellte Teilung des Landes auf Grund der Beschlüsse des Wiener Kongresses im Jahr 1815 dar. Sachsen hatte auf Seite Napoleons gekämpft und musste als Kriegsverlierer große Teile seines Territoriums an Preußen abtreten. So auch den nördlichen Teil der Oberlausitz, der dem niederschlesischen Regierungsbezirk Liegnitz zugeordnet wurde.

Nach 1945 wurden die beiden Landesteile wieder vereinigt, jedoch kam der östlich gelegene Teil durch die neue Grenzziehung an Oder und Neiße zu Polen.
Die 135 Jahre währende Zugehörigkeit der preußischen Oberlausitz zu Niederschlesien und die Tatsache, dass sich nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/46 zahlreiche Schlesier hier niederließen, fand in der Namensbildung der Region als Oberlausitz- Niederschlesien ihren Niederschlag.


weitere Museen in der Region