die neue Museumspädagogin stellt sich vor

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Mein Name ist Beate Neumann und seit 1.Dezember 2017 bin ich als Nachfolgerin von Frau Langner als Museumspädagogin im Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund tätig. Gebürtig aus Bautzen bin ich auf einem Dorf im sorbischen Gebiet aufgewachsen. Die Mischung aus sozialem und kulturellen begleitetet und begeistert mich bereits seit frühester Jugend, dadurch habe ich viel im ehrenamtlichen Bereich der Soziokultur mit Kindern und Jugendlichen sowie Behinderten gearbeitet. Nach meinem Studium der Germanistik-Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte und Musikwissenschaften in Dresden, beschloss ich meinen Masterabschluss im Kulturmanagement in Görlitz zu absolvieren. Danach war ich in einem kleinen privaten Museum tätig und unterstützte das Unternehmen bei museumspädagogischen Tätigkeiten. Da ich Freilichtmuseen in Lettland und Litauen kennen und lieben gelernt habe, kristallisierte sich nach und nach heraus, in welcher Art von Museen ich gern tätig werden möchte. Am spannendsten für mich ist es, als Museumspädagogin zu arbeiten. Zum einen, weil man Wissen für jede Altersgruppe aufbereitet und vermittelt. Zum anderen, weil man selbst dabei nie auslernt und gleichermaßen seine eigene Begeisterung für Kunst und Kultur an andere übertragen kann. Für den Museumsverbund zukünftig als Museumspädagogin tätig zu werden, ist daher für mich besonders spannend, weil es gilt vier im Inhalt verschiedene Museen mit pädagogischen Programmen zu füllen und für diese besondere Einheit an Museen im Kulturraum tätig zu werden.


Sonderausstellung “Wasser ist Leben”

Schloss Krobnitz, 28.10.2017- 06.04.2018

Wie Wasser sich in unserem täglichen Leben als Lebensspender hervortut, zeigt Hobbymaler Klaus Fritz aus Ebersbach-Neugersdorf im Schloss Krobnitz. Zu sehen sind Landschaften und Stillleben in Acryl, Aquarell und Pastell.

Blick in die Zukunft – Kulturelles Erbe neu erleben

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Seit März 2017 stehen wir in regem Kontakt mit unseren polnischen Kollegen vom Muzeum Ceramiki w Bolesławcu. Wir haben darüber diskutiert, wie wir in unseren Museen dem digitalen Zeitalter besser entsprechen können. Das sächsisch-polnische Kleinprojekt "Blick in die Zukunft - Kulturelles Erbe neu erleben" soll den Besuchern die Chance geben, unsere Museen in der Grenzregion mit Hilfe moderner Medientechnik völlig neu erleben zu können. Die Nutzung moderner Technologien wird das Museumsangebot sinnvoll ergänzen u. gleichzeitig die Möglichkeit eines virtuellen Besuchs schaffen. Die Projektpartner möchten neuste Entwicklungen nutzen, um das gemeinsame kulturelle Erbe für alle, auch für die junge Generation, erlebbarer und attraktiver zu gestalten. Damit unterstützen wir die fortschreitende Digitalisierung, insbesondere im ländlichen Raum. Gefördert wird das Projekt durch die Europäische Union über das Kooperationsprogramm INTERREG PL/SN 2014-2020. Antragsteller: Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund gGmbH Projektpartner: Muzeum Ceramiki w Bolesławcu Laufzeit des Projektes: 01.09.2017 – 31.08.2018
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Sonderausstellung „Kalender- Begleiter durchs Jahr“

Ackerbürgermuseum Reichenbach, 13.08.- 09.03.2018

Schon unsere ältesten Vorfahren waren gezwungen, Ordnung in den Ablauf der Zeit zu bringen. Natürliche Gegebenheiten wie der Wechsel von Tag und Nacht, die immer wiederkehrende Abfolge der Jahreszeiten oder die sich wandelnden Lichtgestalten des Mondes gaben Anhaltspunkte. Am Ende läuft es immer darauf hinaus, die Länge des Jahres (heute sagen wir: die Dauer des Umlaufs der Erde um die Sonne) möglichst genau zu bestimmen und eine sinnvolle und praktische Unterteilung zu finden. Da ein Jahr ungefähr 12 Mondzyklen lang ist, hat sich die Zwölfzahl der Monate („Monde“) ergeben. Die Zeit zwischen zwei Vollmonden wiederum beträgt ungefähr 29 Tage, die sich relativ gut in vier Abschnitte zu je 7 Tagen einteilen lässt. So entstand wohl die Woche, die schon bei den alten Babyloniern und Ägyptern in Gebrauch war. Da aber weder Mondumläufe noch Tage ganzzahlig in einem Jahr unterzubringen sind, war Erfindungsreichtum gefragt! Viele Völker entwickelten so ihre jeweils eigenen Kalendersysteme.

Die Region Oberlausitz-Niederschlesien

Die Oberlausitz liegt im Osten des Freistaates Sachsen. Zwischen den Flüssen Pulsnitz und der Lausitzer Neiße erstreckt sich eine interessante Kulturlandschaft, die mit uralten Städten und einem einmaligen Naturerlebnis jeden Besucher sofort in ihren Bann schlägt.

Während im Süden die Bergwelt des Zittauer und Lausitzer Gebirges zum Wandern einlädt, lässt sich das nördlich angrenzende Heide- und Teichgebiet am Besten mit dem Fahrrad erkunden. Ein sehr gut ausgebautes Wander- und Radwegenetz ist der Garant für erlebnisreiche Unternehmungen.

Freunde der Architektur kommen in den oberlausitzer Städten auf ihre Kosten. Von der Gotik bis zum modernen Bauen sind alle Stilepochen in reichem Maße vertreten. Zahlreiche Einflüsse aus Schlesien, Sachsen, Böhmen und Preußen haben hier ihre Spuren hinterlassen und gaben den städtebaulichen Ensembles ihr unverwechselbares Profil.

Historisch betrachtet stellte die Oberlausitz über viele Jahrhunderte einen Sonderfall innerhalb des Deutschen Reiches dar. Durch ihre häufig wechselnde Zugehörigkeit zu den sie umgebenden Territorialgewalten entwickelte sie sich zu einer "Ständerepublik", die weitgehende Befugnisse zur Gestaltung einer eigenständigen Politik besaß. Weder unter den branden-
burgischen Markgrafen, den böhmischen Königen oder den sächsischen Kurfürsten musste diese Sonderrolle aufgegeben werden.

Einen folgenschweren Eingriff in die Entwicklung der Oberlausitz stellte Teilung des Landes auf Grund der Beschlüsse des Wiener Kongresses im Jahr 1815 dar. Sachsen hatte auf Seite Napoleons gekämpft und musste als Kriegsverlierer große Teile seines Territoriums an Preußen abtreten. So auch den nördlichen Teil der Oberlausitz, der dem niederschlesischen Regierungsbezirk Liegnitz zugeordnet wurde.

Nach 1945 wurden die beiden Landesteile wieder vereinigt, jedoch kam der östlich gelegene Teil durch die neue Grenzziehung an Oder und Neiße zu Polen.
Die 135 Jahre währende Zugehörigkeit der preußischen Oberlausitz zu Niederschlesien und die Tatsache, dass sich nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/46 zahlreiche Schlesier hier niederließen, fand in der Namensbildung der Region als Oberlausitz- Niederschlesien ihren Niederschlag.


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